Initiative

„It’s Your Part“: Einwegbechern Mehrwert geben

Sammelbehälter in einer Fußgängerzone
90 Prozent der Papierfasern in einem Einwegbecher können gerettet werden. Deshalb wurden in Fußgängerzonen gekennzeichnete Sammelbehälter aufgestellt, um gebrauchte Einwegpapierbecher in den Recyclingkreislauf zurückzuführen. (Foto: © BdS)
Die bundesweite Initiative für Sammelsystem wächst: Der Verbund aus Unternehmen, Systemgastronomen, Vending-Spezialisten, Verbänden sowie Kommunen hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein dauerhaftes flächendeckendes Sammelsystem für gebrauchte Einweg-Papierbecher zu etablieren. Das gemeinsame Kernziel ist es, einen wertvollen Rohstoff – die Papierfasern in Einwegbechern – wieder in den Recyclingkreislauf zurückzuführen.
Montag, 19.12.2022, 13:14 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

„Dank eines speziellen Upcycling-Verfahrens können wir heute bis zu 90 Prozent der Papierfasern in einem Einwegbecher retten – bei jährlich deutschlandweit ca. 1,7 Milliarden verbrauchten Bechern, besteht ein enorm hohes Potenzial an wieder verwertbarem Rohstoff“, erklärt Torsten Gröger, Prokurist bei creart Neidhardt Werbe und einer der Gründer der Initiative. „Deshalb machen wir uns für ein flächendeckendes Sammelsystem stark.“

Im ersten Schritt sei es erfolgreich gelungen, Unternehmen dafür zu gewinnen, regelmäßig Becher innerhalb ihrer Geschäfte und Räumlichkeiten zu sammeln, welche anschließend zentralisiert zurückgeführt werden. Pionier der Sammlung war McDonald’s Deutschland.

Jetzt gelte es vor allem auch, Erfahrungen mit der Bechersammlung und -rückführung außerhalb von Inverkehrbringern wie beispielsweise Schnellrestaurants oder Bäckereien zu sammeln. Besonders interessant sei es hier, aus Modellprojekten in örtlich begrenzten öffentlichen Räumen, wie beispielsweise Fußgängerzonen, Flughäfen, Bahnhöfen oder Zoos zu lernen.

„It’s your Part“: gekennzeichnete Sammelbehälter in den Innenstädten

In diesem Herbst fiel im osthessischen Fulda der Startschuss für ein Pilotprojekt zur Sammlung von Bechern in Innenstädten. Dazu wurden in den Fußgängerzonen gekennzeichnete Sammelbehälter aufgestellt, die speziell dazu dienen, gebrauchte Einwegpapierbecher für Heiß- oder Kaltgetränke in den Recyclingkreislauf zurückzuführen. Passend zum Mitmach-Charakter der Kampagne sind die Behälter in der Innenstadt mit den Worten „It’s Your Part“ („Du bist dran!“) gekennzeichnet.

Die Stadt Fulda zeigt damit Weitblick und positioniert sich als offen für einfach realisierbare und sich ergänzende Maßnahmen zur Abfallreduzierung. Sie unterstützt das Projekt durch die Abholung der Becher durch das eigene städtische Entsorgungsteam.

„Wir sehen das Sammelsystem dabei auf keinen Fall als Konkurrenz zu Mehrweg-Systemen, sondern als eine sinnvolle und notwendige Ergänzung dazu“, betont Torsten Gröger. „Durch die Kombination beider Lösungen entstehen Synergien, durch die Nachhaltigkeit wirklich umfassend und glaubhaft gelebt werden kann.“

Weiterlesen

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Markus Suchert
Appell
Appell

BdS: „Erfreuliches Zwischenergebnis der Koalitionsverhandlungen: Jetzt gilt es!“

Die Arbeitsgruppen der potenziellen Koalitionäre aus CDU, CSU und SPD haben wichtige Weichen für eine zukunftsfähige Systemgastronomie gestellt. Diese positiven Zwischenergebnisse gilt es, nun im Koalitionsvertrag zu verankern, appelliert der Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) an die Chefverhandler.
Markus Suchert
Appell
Appell

BdS fordert die Verankerung der Sondierungsergebnisse im Koalitionsvertrag

Zum Start der Koalitionsverhandlungen hat der Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) einen dringenden Appell an die Mitglieder des 21. Deutschen Bundestags sowie an die Vertreter von CDU, CSU und SPD: Der Verband fordert die neue Bundesregierung dazu auf, die für die Branche positiven Sondierungsergebnisse im Koalitionsvertrag zu verankern.
BdS-Hauptgeschäftsführer Markus Suchert
Wahlaufruf
Wahlaufruf

BdS ruft zur Teilnahme an der Bundestagswahl 2025 auf

In wenigen Tagen findet die Wahl zum Bundestag statt. Für den Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) ist klar: Die Branche braucht einen Politikwechsel. Deshalb ruft der Verband alle Mitglieder und Unterstützer zur Teilnahme an der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 auf.
Zwei Verpackungen mit Essen
Antrag verabschiedet
Antrag verabschiedet

Kölner Stadtrat ebnet Weg für Verpackungssteuer

Was es in Tübingen schon gibt, könnte bald auch in Köln kommen. In der Stadt gibt es starke Fürsprecher einer Verpackungssteuer. Der Weg dafür wurde jetzt geebnet. Branchenverbände warnen jedoch vor den Auswirkungen.
Eine Essensverpackung
Warnung
Warnung

Branchenverbände warnen vor negativen Auswirkungen der Verpackungssteuer

Im Januar hatte das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass Tübingen eine Verpackungssteuer erheben darf. Nun will auch die Stadt Köln nachziehen. Der Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) warnt mit anderen Wirtschaftsverbänden vor massiven Belastungen für lokale Unternehmen.
Preis der Deutschen Systemgastronomie
Wettbewerb
Wettbewerb

Preis der Deutschen Systemgastronomie 2025: Jetzt schnell noch bewerben!

Die Zeit läuft! Die Anmeldung für den Preis der Deutschen Systemgastronomie 2025 ist in vollem Gange. Nur noch bis März 2025 haben Unternehmen die Chance, sich zu bewerben oder über eine Vorschlagsbewerbung nominiert zu werden.
Kristina Harrer-Kouliev
Statement
Statement

Verpackungssteuer in Tübingen: BdS bedauert die Entscheidung des Bundesverfassungsgericht

Die Stadt Tübingen darf auf Einwegverpackungen für Essen und Getränke eine Verpackungssteuer erheben. Das hat heute das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden. Der Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) bedauert diesen Beschluss.
Markus Suchert
Wirtschaftswarntag
Wirtschaftswarntag

Für eine starke Systemgastronomie

Der Bundesverband der Systemgastronomie e.V. (BdS) beteiligt sich am ersten bundesweiten „Wirtschaftswarntag“. Gemeinsam mit rund 70 Wirtschaftsverbänden will man die Politik auffordern, die deutsche Wirtschaft zu stärken. 
Markus Suchert
Statement
Statement

BdS fordert NGG erneut zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf

Statt an den Verhandlungstisch zurückzukehren, ruft die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) aktuell zu Streiks und Demonstrationen auf. BdS-Hauptgeschäftsführer Markus Suchert appelliert daher erneut an die Gewerkschaft, einen konstruktiven Dialog fortzusetzen, um eine Lösung im Tarifkonflikt zu finden.