Ausländische Arbeitskräfte besser integrieren
Der Fachkräftemangel ist längst keine vorübergehende Herausforderung mehr, sondern ein strukturelles Problem, nicht nur im Gastgewerbe, sondern auch in vielem anderen Wirtschaftszweigen Deutschlands. Viele Betriebe stehen vor der Wahl: Entweder riskieren Umsatzeinbußen, weil sie Aufträge nicht annehmen können – oder sie gehen neue Wege bei der Rekrutierung.
Wie Integration gelingt
Eine der vielversprechendsten Strategien? Die gezielte Einbindung ausländischer Fachkräfte. Doch wie kann das gelingen und was müssen Betriebe beachten, um langfristig von dieser Chance zu profitieren?
„Es gibt keinen einfachen Weg aus dem Fachkräftemangel. Aber ausländische Fachkräfte bieten eine enorme Chance – wenn man sie richtig integriert und ihnen das Gefühl gibt, wirklich willkommen zu sein“, erklärt Liborio Manciavillano, erfolgreicher Handwerksunternehmer und Coach. Seine Geschichte und Erfahrung zeigen, dass der Schlüssel zum Erfolg in einer durchdachten, menschlichen Herangehensweise liegt.
Integration fordert Planung
Manciavillano hat in seiner eigenen Karriere bewiesen, dass Erfolg in seinem Beruf nicht nur von handwerklichem Können, sondern auch von der Fähigkeit abhängt, ein Team aufzubauen, das zusammenarbeitet – unabhängig von Herkunft oder Sprache.
„Ich habe selbst erlebt, wie es ist, in einem fremden Land neu zu beginnen. Was mich weitergebracht hat, war das Verständnis, dass Kommunikation und Integration alles sind. Genau das gilt auch für Betriebe, die Fachkräfte aus dem Ausland einstellen.“
Maßnahmen für eine gelungene Integration
- Sprachkurse und kulturelle Schulung: Kommunikation ist der erste und wichtigste Schritt. Sprachkurse, kombiniert mit Workshops, die kulturelle Unterschiede überbrücken, schaffen eine solide Grundlage für erfolgreiche Zusammenarbeit.
- Mentoring-Programme: Ein erfahrener Mitarbeiter kann als Mentor neuen Fachkräften helfen, sich schneller einzuleben – sowohl beruflich als auch privat. Diese enge Betreuung verhindert Missverständnisse und stärkt das Miteinander im Team.
- Attraktive Arbeitsbedingungen: Moderne Betriebe, die nicht nur gut zahlen, sondern auch flexible Arbeitszeiten, Aufstiegschancen und Wertschätzung bieten, werden für Fachkräfte zum Magneten – egal ob aus dem Inland oder Ausland.
- Soziale Integration: Fachkräfte kommen nicht nur zum Arbeiten, sondern um ein neues Leben aufzubauen. Betriebe, die bei der Wohnungssuche, Behördengängen oder Familienintegration unterstützen, können langfristige Loyalität aufbauen.
Der Schlüssel zum Erfolg: Werden Sie sichtbar!
Die größte Herausforderung für viele Betriebe ist allerdings nicht nur die Integration, sondern bereits der erste Schritt: gefunden werden. „Viele Betriebe machen sich selbst unsichtbar, indem sie weder online präsent sind noch aktiv auf Fachkräfte zugehen. Das reicht heute einfach nicht mehr“, warnt Manciavillano. Dabei ist es wichtig, als moderner, attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden.
Dazu gehört:
- Aktive Präsenz auf Social Media: Facebook, Instagram oder LinkedIn bieten die Möglichkeit, einen authentischen Einblick in den Arbeitsalltag zu geben und potenzielle Fachkräfte gezielt anzusprechen.
- Employer Branding: Werte und Visionen des Betriebs sollten klar kommuniziert werden. Fachkräfte möchten nicht nur „irgendwo“ arbeiten, sondern Teil einer langfristigen und sinnvollen Mission sein.
- Prozessoptimierung: Klar strukturierte Arbeitsprozesse und transparente Kommunikation zeigen neuen Mitarbeitern sofort, dass sie in einem professionellen Umfeld angekommen sind.
Fazit: Ausländische Fachkräfte sind keine Notlösung, sondern eine Bereicherung – für Betriebe, Mitarbeiter und die gesamte Gesellschaft. Voraussetzung dafür ist jedoch eine echte Bereitschaft, in die Menschen zu investieren, die in den Betrieb kommen. Mit einer klaren Strategie, gelebter Willkommenskultur und einem modernen Außenauftritt kann die Integration der neuen Mitarbeiter gelingen.
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(HWS Handwerks-Schmiede GmbH/CHHI)