Corona-Krise

Von der Leyen: Mit Urlaubsplanung noch warten

Ursula von der Leyen
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen, hier Anfang April 2020 in Brüssel bei einer Konferenz zur Corona-Krise. (Foto: ©picture alliance/Thierry Monasse/dpa)
Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich für Geduld bei der Buchung des Sommerurlaubs ausgesprochen – derzeit könne niemand verlässlich planen. Zudem übt sie Kritik an der Gutschein-Lösung.
Montag, 13.04.2020, 17:01 Uhr, Autor: Kristina Presser

Die Entwicklungen in der Corona-Krise sind dynamisch, verlässliche Aussagen kann niemand treffen. Daher sollte man auch mit der Planung des Sommerurlaubs noch warten, meinte jetzt die EU- Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Das teilte unter anderem die Tagesschau mit und verweist dabei auf ein Interview der „Bild am Sonntag“ mit der Politikerin. „Ich rate dazu, mit solchen Plänen noch zu warten. Für Juli und August kann derzeit niemand verlässliche Vorhersagen machen“, sagte Von der Leyen.

Kritisch äußerte sie sich außerdem zu dem Beschluss der Bundesregierung, wonach Kunden für wegen der Corona-Krise abgesagte Reisen zunächst nur einen Gutschein und nicht wie bisher eine Rückerstattung ihres Geldes erhalten sollen. „Europaweit haben die Menschen rein rechtlich die Wahl, ob sie das Geld oder einen Gutschein wollen“, sagte die Kommissionschefin. Gleichzeitig forderte sie finanziell nicht notleidende Kunden dazu auf, dieses Recht nicht in Anspruch zu nehmen: „In dieser Krise ist die Solidarität aller gefragt. Wem es finanziell möglich ist, der sollte nicht auf Geld bestehen, sondern mit Gutscheinen helfen, dass Reiseunternehmen diese schwierigen Wochen überbrücken können.“
(Tagesschau/KP)

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