Trend

Workation „lockt viele Menschen“

Junger Mann sitzt zum Arbeiten im Hotelzimmer und genießt den Ausblick
Mit der richtigen Ausstattung vor Ort, ist für viele Menschen die sogenannte „Workation“ eine Option. (Foto: © Chinnapong/stock.adobe.com)
Arbeit und Urlaub zu verbinden, mag im ersten Moment ungewohnt klingen, doch die sogenannte „Workation“ liegt im Trend. Viele Reisende würden unter dieses Umständen den Urlaub sogar verlängern. Das zeigen die „Travel Trends 2021“. 
Freitag, 09.07.2021, 10:32 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz

Die Neuauflage der internationalen Studie „Travel Trends 2021“ der globalen Strategie- und Marketingberatung Simon-Kucher & Partners hat sich auch mit neuen Arbeits- beziehungsweise Urlaubsmodellen auseinandergesetzt. Ein großes Trendthema: Workation – also die Option, Arbeit und Urlaub zu verbinden.

Flexible Arbeitszeitmodelle ermöglichen Workation

42 Prozent der Deutschen gaben an, dass sie dank der zunehmenden Flexibilität von Remote-Arbeitsmodellen in naher Zukunft durchaus für eine Workation offen sind. Die größte Begeisterung für dieses Modell herrscht in China, wo sogar 70 Prozent der Befragten daran Interesse haben. Mehr als die Hälfte der Deutschen würde in diesem Rahmen ihren Urlaub sogar um zwei Wochen oder mehr verlängern, international sind dies sogar 76 Prozent.

Ausstattung entscheidet über Erfolg

Relevant für die Auswahl des Workation-Ortes ist dabei die Ausstattung: Wichtigste Kriterien sind stabiles und schnelles Internet/WiFi (58 Prozent), ein abgetrennter Arbeitsbereich (40 Prozent) und vorhandene elektronische Ausstattung (38 Prozent).

„Die Verlagerung zu Remote-Working und hybriden Modellen ist eine gute Nachricht für die Tourismusbranche. Die Möglichkeit, tagsüber arbeiten und sich abends und am Wochenende in einem schönen Urlaubsort entspannen zu können, lockt viele Menschen. Ausstattungsmerkmale wie gutes W-LAN und elektronische Infrastruktur sind also für alle Anbieter relevant, auch Hotels und Pensionen“, fügt Lisa Remmelberger, Partnerin im Simon-Kuchers Kompetenzzentrum für Reise, Touristik & Freizeit, hinzu.

(Simon-Kucher & Partners/NZ)

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