Logiernächtezahlen

Schweizer Hotellerie auf Rekordkurs

Pärchen, das im Hotel eincheckt
Die Hotellerie in der Schweiz erlebt eine anhaltende Erholung und zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung. (Foto: © Kalim/stock.adobe.com)
Die Hotelbranche in der Schweiz kann sich über anhaltenden Erfolg freuen. Laut den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik ist besonders die Nachfrage ausländischer Gäste stark gestiegen, während die inländische Nachfrage stabil blieb.
Montag, 07.08.2023, 10:40 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

Die Hotellerie in der Schweiz verzeichnete im 1. Halbjahr 2023 mit 19,5 Millionen Logiernächten gegenüber dem 1. Halbjahr 2022 eine Zunahme um 13,8 Prozent (+2,4 Millionen Logiernächte). Die inländische Nachfrage blieb mit insgesamt 10,0 Millionen Logiernächten stabil (+21 800 / +0,2 Prozent). 

Bei den ausländischen Gästen zog die Nachfrage hingegen stark an. Sie erhöhte sich um 2,3 Millionen Logiernächte bzw. 33,0 Prozent auf 9,4 Millionen Logiernächte. Dies geht aus den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.

Im ersten Halbjahr 2023 wiesen alle Monate im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode ein Logiernächteplus auf. Auch gegenüber den ersten sechs Monaten von 2019 – der Zeitspanne unmittelbar vor dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie – lagen die Zahlen höher (+3,6 Prozent).

Anstieg der ausländischen Nachfrage

Im 1. Halbjahr 2023 nahmen die Logiernächte der ausländischen Gäste gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode um 33,0 Prozent zu. Es wurde in allen Monaten ein markantes Wachstum verzeichnet, der größte Anstieg wurde im Januar mit einem Plus von 63,5 Prozent beobachtet. Allerdings fiel die ausländische Nachfrage noch immer 7,5 Prozent tiefer aus als im 1. Halbjahr 2019. 

Differenziert nach Herkunft der Gäste zog die Nachfrage gegenüber dem 1. Halbjahr 2022 aus allen Kontinenten stark an. Mit insgesamt 5,7 Millionen Logiernächten generierten die Gäste aus Europa (ohne Schweiz) einen Anstieg um 741.000 Logiernächte (+15,0 Prozent).

Das größte absolute Plus aus diesem Kontinent steuerten die Besucher aus dem Vereinigten Königreich und aus Deutschland (je +171.000 / +26,3 Prozent, bzw. +10,3 Prozent). Die Logiernächtezahl der Gäste aus Frankreich (+64.000 / +11,1%) und Italien (+58.000 / +17,1%) nahm ebenfalls stark zu. Die Nachfrage aus dem asiatischen Kontinent hat sich gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal verdoppelt (+864.000 Logiernächte / +102,7 Prozent). Indien sorgte mit einem Plus von 163.000 (+109,4 Prozent) für 312.000 Logiernächte, China generierte 114.000 (+301,2 Prozent) und Südkorea 110.000 zusätzliche Logiernächte (+242,3 Prozent).

Auf den amerikanischen Kontinent entfielen 1,7 Millionen Logiernächte (+589.000 / +51,1Prozent). Die Gäste aus den Vereinigten Staaten generierten nicht nur die höchste absolute Zunahme dieses Kontinents (+452.000 / +52,7 Prozent), sondern auch jene sämtlicher Herkunftsländer.

Die Nachfrage der Gäste aus Ozeanien stieg um 124.000 Logiernächte (+210,7 Prozent), jene der Besucher aus Afrika um 22.600 Logiernächte (+24,0 Prozent).

Inländische Nachfrage nahezu unverändert

Im 1. Halbjahr 2023 blieben die Logiernächte inländischer Gäste gegenüber dem gleichen Zeitraum 2022 stabil (+0,2 Prozent). In den ersten sechs Monaten 2023 wurde lediglich im Januar (+18,9 Prozent) und im Februar (+2,6 Prozent) ein Plus verbucht. In den anderen Monaten war die Nachfrage rückläufig. Die Abnahme variierte zwischen -2,0 Prozent im Mai und -6,8 Prozent im März. 

Logiernächteplus in den meisten Tourismusregionen

Elf der dreizehn Tourismusregionen registrierten im 1. Halbjahr 2023 gegenüber derselben Vorjahresperiode einen Logiernächteanstieg. Die größten absoluten Zunahmen wurden in Zürich Region (+760.000 Logiernächte / +31,7 Prozent), in Bern Region (+426.000 / +18,8 Prozent), in Genf (+343.000 / +26,7 Prozent) und in der Region Luzern / Vierwaldstättersee (+289.000 / +19,4 Prozent) verzeichnet.

Lediglich in Graubünden (-68.000 / -2,4 Prozent) und im Tessin (-35.000 / -3,2 Prozent) verringerte sich die Nachfrage. In den meisten Tourismusregionen überstiegen die Logiernächtezahlen die Werte von 2019. Einzig in den Regionen Waadt, Fribourg Region, Basel Region und Luzern / Vierwaldstättersee lagen sie tiefer.

(Bundesamtes für Statistik/SAKL)

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