Bilanz

NH Hotel Group mit Rekordumsatz

Avani-Palazzo Moscova Milan Hotel
Avani-Palazzo Moscova Milan Hotel (Foto: © NH Hotel Group)
Die NH Hotel Group verzeichnet 2023 nicht nur einen Anstieg des Umsatzes, sondern auch einen höheren Gewinn. Auch für das Jahr 2024 prognostiziert das Unternehmen eine vielversprechende Branchendynamik.
Montag, 12.02.2024, 13:32 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

Die NH Hotel Group, die zu Minor Hotels gehört, verkündete für das Jahr 2023 einen Rekordumsatz von 2,16 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Wachstum von 23 Prozent gegenüber dem Umsatz von 1,76 Milliarden Euro im Jahr 2022 und 26 Prozent mehr als die 1,72 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2019. Der ausgewiesene Nettogewinn belief sich auf 128,1 Millionen Euro, was einem jährlichen Wachstum von 27,7 Prozent entspricht.

Das Hotelunternehmen betonte, dass das Rekordwachstum auf das modernisierte Portfolio und eine bessere Kostenkontrolle zurückzuführen sei. Ebenfalls trug der Anstieg der durchschnittlichen Tagesrate um 13 Prozent auf 138 Euro und der Anstieg der Belegung um sieben Punkte auf 68 Prozent dazu bei.

113 Millionen Euro für neue Projekte

Im Jahr 2023 lag der Umsatz pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) im Durchschnitt bei 94 Euro pro Nacht, was einem Wachstum von 26 Prozent gegenüber 2022 (RevPAR: 74 Euro) und 21 Prozent im Vergleich zu 2019 (flächenbereinigt) entspricht. Allein im vierten Quartal 2023 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 551 Millionen Euro (570 Millionen Euro ohne die Auswirkungen der Hyperinflation und der Abwertung in Argentinien), was einem Wachstum von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Das EBITDA stieg 2023 um 15 Prozent auf 596 Millionen Euro. Zum Jahresende 2023 belief sich die Nettofinanzverschuldung der Gruppe auf 264 Millionen Euro, verglichen mit 308 Millionen Euro im Vorjahr. Diese Verringerung ist das Ergebnis eines robusten operativen Cashflows, der es der Gruppe ermöglichte, im vergangenen Jahr 113 Millionen Euro in neue Projekte zu investieren. Weitere 123 Millionen Euro wurden in den Erwerb von Vermögenswerten der Minor Hotels in Portugal investiert. 

Umsatz geschmälert durch argentinische Wirtschaft

Die argentinische Wirtschaft, die von Hyperinflation und Währungsabwertung betroffen ist, hat die Einnahmen, den Gewinn und das Bruttoergebnis der NH Hotel Group im Jahr 202 leicht geschmälert. Ohne diese Einflüsse hätte die Gruppe einen Umsatz von 2,18 Milliarden Euro, ein EBITDA von 604 Millionen Euro, einen wiederkehrenden Nettogewinn von 132 Millionen Euro und einen Gesamtnettogewinn von 134 Millionen Euro erzielt.

Die Branchendynamik bleibe auch für 2024 günstig: Die Nachfrage bleibe in allen Segmenten stark und die Zahl internationaler Geschäftsreisender nehme weiter zu.

Umsätze in einzelnen Geschäftsbereichen

Aufgeschlüsselt nach Geschäftsbereichen stiegen die Umsätze in Spanien, Portugal und Frankreich um 17 Prozent bzw. 30 Prozent im Vergleich zu 2022 bzw. 2019. In Italien stieg der Umsatz um 19 Prozent im Vergleich zu 2022 und um 36 Prozent im Vergleich zu 2019.

In den Benelux-Ländern stieg der Umsatz um 25 Prozent gegenüber 2022 und um 12 Prozent gegenüber 2019. In Mitteleuropa stieg der Umsatz um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und um 10 Prozent gegenüber 2019, wobei Düsseldorf, München und Frankfurt die besten Ergebnisse erzielten.

In Lateinamerika lag der Umsatz um 12 Prozent höher als im Jahr 2022 (einschließlich der Auswirkungen von Argentinien) und 31 Prozent über dem Niveau von 2019. Am stärksten war das Wachstum in Mexiko und Argentinien, wobei letzteres von der Hyperinflation und der Währungsentwicklung geprägt war.

(NH Hotel Group/SAKL)

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