Fünf Jahre „Die Sterne im Sauerland“-Kooperationsbüro
Fünf Jahre ist es her, seit das Kooperationsbüro von „Die Sterne im Sauerland“ seine Arbeit aufgenommen hat und die Zusammenarbeit der Mitgliedsbetriebe auf eine neue Ebene gehoben wurde. Gegründet 2018 von den Inhabern renommierter Sauerländer Vier- und Fünf-Sterne-Hotels, Andreas Deimann, Leander Diedrich, Stefan Schneider, Karl-Anton Schütte und Stefan Wiese-Gerlach, haben sich die „Sterne im Sauerland“ als Stimme der Branche etabliert.
Mit zwischenzeitlich neun Mitgliedsbetrieben, 516 Zimmern, rund 600 Mitarbeitern und 80 Auszubildenden besitzt die Kooperation heute eine beachtliche Strahlkraft.
Gemeinsam durch die Krise
Im März 2020 wurde das Kooperationsbüro eröffnet und Elke Stahlmecke nahm ihre Arbeit als Kooperationsmanagerin auf – perfektes Timing, wie sich herausstellte. „Schon Mitte des Monats befanden sich plötzlich alle Betriebe im ersten Corona-Lockdown“, erinnert sie sich. Die ersten Wochen und Monate waren daher von intensiver Netzwerkarbeit mit der Politik und dem Erfahrungsaustausch mit Gastgebern der Region geprägt.
Ob zahlreiche Briefe und Appelle an die Politik, Online-Meetings oder der Austausch zur Ausbildungssituation – „Die Sterne im Sauerland“ standen zusammen und entwickelten kreative Lösungen.
Eine starke Stimme für die Branche
Heute ist die Kooperation bestens vernetzt, unter anderem mit politischen Vertretern, Verbänden, der IHK und Tourismusvertretungen. Die Mitgliedschaft bei Tourismus NRW und der Denkfabrik Zukunft der Gastwelt in Berlin stärkt die Interessenvertretung weiter.
„Ich glaube schon, dass es uns gelungen ist, uns als kompetente Ansprechpartner in der Politik zu etablieren“, sagt Andreas Deimann. „In zahlreichen Gesprächen im kleinen Kreis mit Abgeordneten aller Parteien unserer Region, aber auch mit NRW-Ministerien, konnten wir unsere Herausforderungen und Erfahrungen vermitteln und so etwas zum besseren Verständnis für unsere Branche beitragen.“
Fachkräfte gewinnen und halten
Die Kooperation setzt auf eine starke Arbeitgebermarke. Dazu gehören gemeinsame Ausbildungsinitiativen wie eine Bewerbungsmappe für Interessierte, die Teilnahme an rund zehn Ausbildungsmessen pro Jahr und interaktive Schulaktionen wie „Gastro macht Schule“.
Doch auch die Entwicklung und Bindung von Mitarbeitern wird großgeschrieben. Jeden Monat finden Teamveranstaltungen statt – von Fachschulungen mit externen Trainern über Kochworkshops mit Lieferanten bis zu Betriebsbesichtigungen. Gemeinsame Benefits wie 25 Prozent Rabatt auf Essen und Trinken, Sonderpreise für Übernachtungen und die Nutzung des SPAs in den Betrieben steigern die Attraktivität als Arbeitgeber weiter.
Erfahrungsaustausch als Erfolgsrezept
Mindestens drei Mal im Jahr treffen sich die Eigentümer zum „Sterne“-Meeting. Neben Gesprächen mit externen Gästen stehen aktuelle Themen wie Digitalisierung und Nachfolgeregelungen auf der Agenda. Auch gemeinsame Reisen, etwa im Sommer 2024 zu den Digitalexperten von Tobit nach Ahaus, stärken den Austausch.
Auf Abteilungsebene organisieren sich die Verantwortlichen für Housekeeping, Küche und Rezeption selbstständig; der Erfahrungsaustausch soll bald auch im Servicebereich starten.
„Im Laufe dieser Jahre ist das Zusammengehörigkeitsgefühl noch weiter gewachsen. Und dieses Vorbild färbt ab: Die kommende Generation, unsere Kinder, hat sich gerade erst ebenfalls vernetzt. Als ‚Sternchen‘ haben sie eine WhatsApp-Gruppe eingerichtet, um in Kontakt zu bleiben. Das zeigt, wie stark diese Gemeinschaft lebt“, sagt Stefan Wiese-Gerlach.
Gemeinsam Gäste begeistern
Um die Sichtbarkeit der Kooperation zu erhöhen und neue Gäste zu gewinnen, setzen „Die Sterne im Sauerland“ auf ein breitgefächertes Marketingkonzept. Neben einer aktiven Präsenz in den sozialen Medien, gezieltem Newsletter-Marketing und dem erfolgreichen Gutscheinverkauf hat sich als besonderes Highlight die „Sterne“-Wanderwoche etabliert, die von den Schmallenberger Betrieben organisiert wird und Wanderfreunde aus nah und fern anzieht.
Zukünftige Projekte
Auch für die Zukunft hat sich die Kooperation ambitionierte Ziele gesetzt. Drei zentrale Themen stehen aktuell auf der Agenda: Der Ausbau der politischen Vernetzung, um die Zusammenarbeit mit der neuen Regierung und relevanten Instanzen weiter zu stärken, die Nachwuchsförderung, insbesondere durch die Aufklärung über die modernisierten Ausbildungsberufe in der Hotellerie und die nachhaltige Entwicklung der Betriebe.
Im Rahmen der TourCert-Zertifizierung des Sauerlands als nachhaltiges Reiseziel werden in den Partnerbetrieben spezielle Nachhaltigkeitsteams aufgebaut, um verantwortungsbewussten Tourismus aktiv mitzugestalten.
„Das Besondere an meiner Arbeit ist, dass bei dieser Kooperation die Ideen und Anliegen aus dem Kreis der Eigentümer kommen. Ich greife sie auf und entwickle dann quasi als verlängerter Arm der Gastgeber die Maßnahmen drumherum“, erklärt Elke Stahlmecke.
Dank ihrer langjährigen Erfahrung kann sie viele Bereiche bedienen und verschiedene Themen vorantreiben. Dabei profitiert sie auch von der engen Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen der Hotels. „Durch die überschaubare Größe der Kooperation können wir sehr schnell agieren und auf kurzen Wegen Entscheidungen treffen. Das macht den Erfolg aus.“
(Die Sterne im Sauerland/SAKL)