Schätzung

Karneval soll deutlich mehr Umsatz bringen als im Vorjahr

Ministerpraesident Hendrik Wuest wirft den Zuschauen am Zugweg Kamelle zu auf dem Koelner Rosenmontagszug 2024, Koeln, 12.02.2024
Laut einer Studie soll der Karneval in diesem Jahr vor allem Gastronomen und Einzelhändlern mehr Umsatz bereiten. (Foto: © picture alliance / Flashpic | Jens Krick)
Nicht nur Karnevalsfans warten sehnsüchtig auf die närrischen Tage. Vor allem Gastronomen können sich auf hohe Einnahmen freuen. Das geht zumindest aus einer Schätzung von Ökonomen hervor. 
Mittwoch, 26.02.2025, 16:16 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

Der Rosenmontag steht bevor, die Jecken sind bereit. Der Karneval könnte einer Analyse zufolge bundesweit mindestens 2,1 Milliarden Euro in die Kassen spülen – und damit deutlich mehr als in den vergangenen Jahren. 

Das geht aus Berechnungen des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. In der vorherigen Karnevalssaison war ein Gesamtumsatz von gut 1,7 Milliarden Euro prognostiziert worden. 

Karneval dauert länger

Den starken Anstieg führen die Experten vor allem auf die mit 115 Tagen diesmal besonders lange Karnevalssession zurück. Die beginnt traditionell am 11. November und endet am Aschermittwoch, der in diesem Jahr auf den 5. März fällt.

Die Session dauert damit 20 Tage länger als im Vorjahr. Es bleibt also mehr Zeit, um an Veranstaltungen teilzunehmen und Geld auszugeben. 

Gastronomen sind wohl die großen Gewinner

Besonders lukrativ ist das Karnevalsgeschäft für die Gastronomie. Das IW rechnet mit einem Umsatz von 925 Millionen Euro für Speis und Trank. Dahinter folgt der Einzelhandel, der am Verkauf von Kostümen und Süßigkeiten verdient, mit 449 Millionen Euro.

Bahntickets und Taxifahren bringen voraussichtlich etwa 322 Millionen Euro ein, Hotelübernachtungen 240 Millionen Euro. Rund 179 Millionen Euro entfallen auf andere Bereiche.

Satter Hotel-Aufschlag in Köln

IW-Direktor Michael Hüther sagt zur Bedeutung des Karnevals: „Nicht zu unterschätzen ist die psychologische Wirkung der fünften Jahreszeit. Denn Karneval steht für Zusammenhalt und Zuversicht. Werte, die wir in Zeiten globaler Krisen und Unsicherheiten mehr denn je brauchen.“

Die Experten haben auch die Hotelpreise unter die Lupe genommen. In der Karnevalshochburg Köln müssen Übernachtungsgäste demnach besonders tief in die Tasche greifen. Eine Nacht im Doppelzimmer für zwei Erwachsene kostet an den Hauptkarnevalstagen im Schnitt 105 Euro und damit knapp 80 Prozent mehr als sonst. In Mainz oder Düsseldorf sind die Zimmer hingegen kaum teurer als sonst.

So wird der erwartende Karnevalsumsatz berechnet

Das Institut berechnet den zu erwartenden Karnevalsumsatz seit 2019/2020. Die Forscher analysieren dafür die Verteilung der Einnahmen auf Grundlage früherer Studien und schreiben die Daten unter Berücksichtigung des Verbraucherpreisindex fort, bereinigt um die Dauer der Karnevalssession.

Zahlen zum tatsächlichen Umsatz durch den Karneval gibt es laut IW nicht, die Schätzungen kämen der Realität aber nah, heißt es.

(dpa/SAKL)

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