Gefahr durch Demonstranten
G20-Gipfel in Hamburg: Was die Hansestadt alles erwartet
Das Treffen der Staats- und Regierungschefs zum G20-Gipfel in Hamburg ist auch ein Festival der Zahlen. Bis zu 100.000 Menschen werden bei der größten Gegendemonstration erwartet, vereint in einem Gegner: der G20. Doch auch Hunde, Würste und Schnäpse spielen eine Rolle.
100.000 Demonstranten, 12.000 Schokoriegel für die Presse, 185 Polizeihunde und 1 „Beast“: Der G20-Gipfel in Hamburg ist ein organisatorisches Monster. Und ein Wust an Zahlen. Hier eine kleine Auswahl, was die Hansestadt am 7. und 8. Juli 2017 erwartet:
- 1 „Beast“ wird durch Hamburgs Straßen fahren: das Spezialauto von US-Präsident Trump
- 11 Polizeihubschrauber werden am Hamburger Himmel kreisen
- 12 Waggons hat der Sonderzug, der Aktivisten von Basel durch ganz Deutschland bis nach Hamburg bringen soll
- 14 Einlass- und Personenkontrollen gibt es in den Sicherheitszonen rund um die Messehallen
- 26 Demonstrationen mit G20-Bezug sind zwischen dem 23. Juni und dem letzten Gipfeltag am 8. Juli angemeldet
- 28 Jahre ist die „Rote Flora“ im Schanzenviertel, ein Zentrum des Anti-G20-Protests, nun schon von Linksautonomen besetzt
- 30 Lämmer sollen von eigens mitgebrachten Köchen für König Salman bin Abdulaziz Al-Saud und die saudi-arabische Delegation im Hotel „Vier Jahreszeiten“ gegrillt werden
- 36 Delegationen mit rund 6.000 Delegierten werden erwartet
- 38 Quadratkilometer umfasst die Demonstrationsverbotszone
- 42 Gipfelteilnehmer werden von der Polizei als gefährdet eingestuft und brauchen besonderen Schutz bei Kolonnenfahrten
- 64 Prozent der Weltbevölkerung werden durch die G20 vertreten
- 140 Staatsanwälte fahren extra G20-Schichten, insgesamt sind 250 zusätzliche Bereitschaftsdienste eingerichtet
- 185 Hunde und 70 Pferde sind für die Polizei im Einsatz
- 400 gewalttätige Demonstranten können in der eigens eingerichteten Gefangenensammelstelle in Harburg zeitweise festgesetzt werden
- 1.096 einzelne Glaselemente bilden die Fassade der Elbphilharmonie, in der Merkel und Co. Beethovens Neunter Sinfonie lauschen
- 4.245 Tage ist Angela Merkel Bundeskanzlerin, wenn sie am 7. Juli die G20-Kollegen in ihrer Geburtsstadt empfängt
- 9.349 Kilometer Luftlinie entfernt liegt eine Kneipe, in der man die Aktion „Soli-Mexikaner gegen Trump“ unterstützen kann: das Lokal „Brotzeit“ in Managua (Nicaragua)
- 12.000 Schokoriegel und 400 Kilogramm Bratwürste stehen im Medienzentrum in der Messe zur Verfügung. Insgesamt rund 15 Tonnen Lebensmittel
- 19.000 plus X Polizisten schützen den Gipfel
- 100.000 Menschen werden bei der abschließenden Großdemo „Grenzenlose Solidarität statt G20“ erwartet
(dpa / FL)