Forderung

Dehoga Bayern: „Die Umstellung auf eine gesetzliche Wochenarbeitszeit ist überfällig!“

„Dehoga Bayern“-Landesgeschäftsführer Dr. Thomas Geppert
„Dehoga Bayern“-Landesgeschäftsführer Dr. Thomas Geppert fordert die Umstellung auf eine gesetzliche Wochenarbeitszeit. (Foto: © picture alliance/dpa | Nicolas Armer)
Eine Studie der Bertelsmann Stiftung bestätigt: Beschäftigte wollen flexible Arbeitszeiten. Der Dehoga Bayern fordert daher eine Umstellung auf eine gesetzliche Wochenarbeitszeit.
Freitag, 06.09.2024, 11:37 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

„Die Tageshöchstarbeitszeit passt nicht mehr zur Lebenswirklichkeit der Menschen und der Betriebe“, sagt „Dehoga Bayern“-Landesgeschäftsführer Dr. Thomas Geppert. „Die Umstellung auf eine gesetzliche Wochenarbeitszeit ist überfällig! Nur so lassen sich die Bedürfnisse der Mitarbeiter verwirklichen.“ 

Dabei gehe es explizit nicht um Mehrarbeit, sondern um eine flexiblere Verteilung der Arbeit an die Bedürfnisse der Mitarbeiter.

Arbeitnehmer wünschen sich mehr Flexibilität

Eine repräsentative Umfrage unter 2.500 Männern und Frauen im Auftrag der Bertelsmann Stiftung bestätigt, was der Dehoga Bayern schon lange fordert: Arbeitnehmer wünschen sich mehr Flexibilität.

Demnach stehen vollständig flexible Arbeitszeiten ohne feste Kernzeiten hoch im Kurs. So zeigen 45 Prozent aller in der Studie befragten Frauen und Männer viel Sympathie für ein solches Arbeitszeitmodell. Starre Arbeitszeiten sind dagegen wesentlich weniger beliebt. So würden nur ein knappes Viertel der befragten Frauen (24,8 Prozent) und auch nur 29,2 Prozent der befragten Männer eine Arbeitsstelle mit starren Arbeitszeiten wählen.

„Flexible Arbeitszeiten bieten die Chance, Berufliches und Privates besser miteinander zu vereinbaren“, erläutert Michaela Hermann, Arbeitsmarktexpertin und Project Manager bei der Bertelsmann Stiftung. „Diese Flexibilität schafft mehr Räume, auf dem Arbeitsmarkt aktiv zu sein. Mitarbeiterorientierte flexible Arbeitszeitmodelle nützen so auch den Arbeitgebern.“

Eine attraktive Alternative zum Homeoffice

Mit einer Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes, so wie es die EU-Arbeitszeitrichtlinie vorsieht, schaffe man laut dem Dehoga Bayern eine attraktive Alternative für weniger Homeoffice-fähige Branchen wie das Gastgewerbe. Es brauche attraktive gesetzliche Rahmenbedingungen und mehr Anreize zum Arbeiten.

„Die Bundesregierung muss die längst überfälligen Weichen jetzt stellen, damit die Wirtschaft nicht noch weiter beschädigt wird. Hierzu braucht es auch endlich mehr Netto vom Brutto. Hier sind wir im europäischen Vergleich deutlich unattraktiver als andere Länder“, erklärt Geppert.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie findet man online auf der Webseite der Bertelsmann Stiftung

(Dehoga Bayern/SAKL)

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Dehoga Bayern-Präsidentin Angela Inselkammer
Ansage
Ansage

Tageshöchstarbeitszeit nicht mehr zeitgemäß

Angela Inselkammer, Präsidentin des Dehoga Bayern, hat ein Statement zum aktuellen CSU-Beschluss zur Tageshöchstarbeitszeit abgegeben. In ihrer Stellungnahme sieht sie den Vorstoß der Partei durchaus positiv. 
Maria Oppermann, Susanne Droux und Catherine Karanja
Übergabe
Übergabe

Stabwechsel beim Dehoga Bayern

Rund 30 Jahre lang war Susanne Droux Geschäftsführerin Berufsbildung und Fachkräftesicherung des Dehoga Bayern. Jetzt legt sie die Geschäftsführung in andere Hände. 
Erfahrungsaustausch im Nachgang der Bundestagswahl zwischen den Präsidien des Handelsverbands Bayern (HBE) sowie dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Bayern.
Wirtschaftslage
Wirtschaftslage

Gemeinsam mehr erreichen!

Der Dehoga Bayern und der Handelsverband Bayern wollen sich gemeinsam aktuellen Herausforderungen stellen und ihre Kräfte bündeln. Zusammen wollen sie politischen Forderungen mehr Gewicht geben. 
Gäste in einem Gasthaus bekommen bayerische Schmankerl serviert
Entwicklung
Entwicklung

Mehr Systemgastronomie, weniger Gaststätten in Bayern

Der Dehoga Bayern äußert sich zu den kürzlich veröffentlichen Daten des Bayerischen Landesamts für Statistik und gibt Einblicke hinter die Zahlen. Obwohl die Zahl der gastronomischen Einrichtungen weitestgehend stabil bleibt, gibt es doch große Bewegungen in der Branche. 
Angela Inselkammer (Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga Bayern), Julia Nachtmann (Best Western Plus Hotel Erb), Ulrike Scharf (Ministerin für Familie, Arbeit und Soziales) und Manfred Gößl (Hauptgeschäftsführer des bayerischen Industrie- und Handelskammertages (BIHK) e.V.
Ernennung
Ernennung

Best Western Plus Hotel Erb Parsdorf: Julia Nachtmann ist Ausbildungsbotschafterin

Vom Dehoga Bayern wurde Julia Nachtmann zur Ausbildungsbotschafterin bestellt. Ihr Ziel: Auszubildende nicht nur fachlich schulen, sondern sie auch individuell zu begleiten und zu fördern.
Jens Bernitzky
Ernennung
Ernennung

Jens Bernitzky ist jetzt Ausbildungsbotschafter

Viereinhalb Jahre leitete Jens Bernitzky das Hotel Victory Therme Erding. Mittlerweile ist er Hoteldirektor des Wellnesshotels Wittelsbach. Mit seiner über 30-jährigen Erfahrung in der gehobenen Hotellerie wird er sich nun für die Förderung des Nachwuchs engagieren. 
Angela Inselkammer
Aktion
Aktion

Dehoga Bayern unterstützt Wirtschaftswarntag

Gemeinsam für eine Wirtschaftswende: Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Bayern beteiligt sich zusammen mit mehr als 100 Verbänden und Unternehmen am ersten bundesweiten Wirtschaftswarntag. Ziel ist es, die notwendige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in den Fokus des Bundestagswahlkampfs zu rücken.
Hotelmitarbeiterin mit Tablet
Tipps und Praxisbeispiele
Tipps und Praxisbeispiele

Leitfaden für Umweltschutz im Gastgewerbe

Tipps und Praxisbeispiele für den betrieblichen Umweltschutz: Der Umwelt- und Klimapakt Bayern hat in Zusammenarbeit mit dem Dehoga Bayern einen neuen Leitfaden für das Gastgewerbe entwickelt. Dieser soll gastgewerblichen Betrieben helfen, ihre Umweltbilanz zu verbessern und gleichzeitig Sparpotenziale aufzeigen.
Mann bedient drei junge Frauen an einem Tisch in einem Cafe
Gastronomie
Gastronomie

Dehoga Bayern begrüßt Wahlprogramm der CDU/CSU

Der Verband zeigt sich erfreut über die Agenda der beiden Schwesternparteien. In vielen Bereichen gibt es gemeinsame Schnittpunkte, lautet das Fazit von Angela Inselkammer, Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes.