Umfrage

Aussichten im Gastgewerbe verbessern sich

Guido Zöllick
Guido Zöllick, Dehoga-Präsident (Foto: © DEHOGA Bundesverband/Svea Pietschmann)
Leichtes Aufatmen in der Gastronomiebranche: Auch wenn Herausforderungen wie Energiekrise und Inflation bleiben, wächst die Zuversicht in der Branche. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga Bundesverband).
Mittwoch, 08.02.2023, 13:37 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

Wie der Verband am Mittwoch in Berlin mitteilte, setzten die Betriebe im Januar 6,6 Prozent weniger um als im Januar 2019, also vor der Pandemie. Im Vergleich zu 2022 ergibt sich indes ein deutliches Plus von 18,9 Prozent.

Auch der Ausblick auf die kommenden drei Monate hat sich gegenüber dem Stand im Januar verbessert. Gingen vor einem Monat 45,0 Prozent von schlechteren Geschäften aus, sind es jetzt nur noch 27,6 Prozent. 23,0 Prozent der Betriebe rechnen mit besseren Geschäften. Im Januar lag dieser Wert bei 10,6 Prozent. Jeder zweite Unternehmer (49,4 Prozent, Vormonat 44,4 Prozent) erwartet gleichbleibende Geschäfte.

Die größten aktuellen Herausforderungen

„Die Zuversicht in unserer Branche wächst weiter“, sagt Dehoga-Präsident Guido Zöllick. „Mit großer Sorge sehen wir allerdings die erheblichen Kostensteigerungen und die Zunahme der Bürokratie.“ Entscheidend sei jetzt, dass die Gas- und Strompreisbremsen die dringend benötigte Entlastungswirkung bei allen Unternehmen entfalteten und dass das angekündigte Belastungsmoratorium schnell und konsequent umgesetzt werde.

Zu den größten aktuellen Herausforderungen für die Betriebe zählen die explodierenden Energiekosten (82,8 Prozent), gefolgt von steigenden Lebensmittelpreisen (73,0 Prozent) und die zunehmende Bürokratie (66,5 Prozent).

Laut den Rückmeldungen der Unternehmer sind die Energiekosten im Januar 2023 gegenüber Januar 2022 um durchschnittlich 75,5 Prozent gestiegen. Die Kosten für Lebensmittel lagen 29,1 Prozent und die Kosten für Getränke 20,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Personalkosten kletterten laut den Angaben der Umfrageteilnehmer um durchschnittlich 20,6 Prozent nach oben.

Über die Umfrage

An der Umfrage des Dehoga Bundesverbandes zur aktuellen Situation im Gastgewerbe nahmen vom 3. bis zum 6. Februar 1.800 gastgewerbliche Betriebe aus ganz Deutschland teil.

(Dehoga/SAKL)

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