Corona-Pläne

Keine Beschränkung des Gastgewerbes geplant

Frau entfernt „Geschlossen wegen Corona“-Schild von Restauranttür
Die möglichen Koalitionspartner SPD, Grüne und FDP haben Verschärfungen beim Infektionsschutzgesetz beschlossen. Schließungen soll es jedoch nicht mehr geben. (Foto: © weyo – stock.adobe.com)
Am Donnerstag soll über die Änderungen des Infektionsschutzgesetzes abgestimmt werden. Weitere Beschränkungen des Gastgewerbes sollen nach den aktuellen Plänen dann nicht mehr erlaubt sein.
Montag, 15.11.2021, 08:18 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz

Die Ampel-Parteien haben sich auf Verschärfungen bei der geplanten Änderung des Infektionsschutzgesetzes geeinigt. Geplant sind:

  • Kontaktbeschränkungen: „Die Möglichkeit, Kontaktbeschränkungen im privaten und im öffentlichen Raum anordnen zu können, soll in den Maßnahmenkatalog ergänzend aufgenommen werden“, vereinbarten die möglichen Partner einer sogenannten Ampel-Koalition, mit deren Bildung fest gerechnet wird. Grünen-Chef Robert Habeck erläuterte in der ARD: „Kontaktuntersagung oder 2G-Regelung heißt in weiten Teilen: Lockdown für Ungeimpfte. Das ist die Vulgärübersetzung.“
  • Andere Beschränkungen: Die Bundesländer sollen eine Öffnungsklausel bekommen. Das heißt, auf Beschluss ihres jeweiligen Landtags sollen sie bestimmte Maßnahmen beibehalten können. So sollen sie etwa Freizeit-, Kultur- und Sportveranstaltungen sowie Versammlungen untersagen oder beschränken können, das Betreten von Gesundheitseinrichtungen verbieten können, Verkauf und öffentlichen Konsum von Alkohol verbieten und Hochschulen schließen können.

Welche Beschränkungen sollen nicht mehr möglich sein?

  • Ausgangs- oder Reisebeschränkungen
  • Untersagung oder Beschränkung von Gastronomie und Hotellerie sowie von Handel und Gewerbe
  • Untersagung oder Beschränkung von Sport

Die Änderung des Infektionsschutzgesetzes ist in den Bundestag bereits eingebracht. Am 15. November steht die zum Gesetzgebungsverfahren gehörende Anhörung von Experten an. Am Donnerstag soll das Parlament abstimmen.

(dpa/NZ)

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Kellner servieren Speisen
Investitionen
Investitionen

25 Millionen Euro für das saarländische Gastgewerbe

Die Gastronomie leidet unter den Corona-Folgen, Fachkräftemangel, gestiegenen Preisen und hohen Energiekosten. Das Saarland will sie jetzt wettbewerbsfähig und fit für die Zukunft machen.
Conrad Clemens (CDU), Kultusminister von Sachsen, teilt während eines Pressetermins der Dehoga Sachsen zur Trend(Job)Tour in einem Restaurant auf dem Neumarkt einen Smoothie aus. Im Rahmen der Trend(Job)Tour treffen sich Fachkräfte aus Schule, Berufsorientierung und Arbeitswelt, um die Gastronomie und Hotellerie zu erleben
Aktion
Aktion

Mehr Azubis für Sachsen

Aktuell ist die Lage auf dem sächsischen Ausbildungsmarkt entspannt. Die Betriebe haben im letzten Jahr genügend motivierte Lehrlinge finden können. Damit das auch in Zukunft so bleibt, startet der Dehoga eine Werbekampagne für das Gastgewerbe und erneuert eine Kooperation für den Tourismusbereich.
Kellner bringt Essen an den Tisch
Statistik
Statistik

Umsatzeinbußen im Gastgewerbe

Gastwirtschaften, Restaurants und Hotels haben im vergangenen Jahr weniger Umsatz gemacht. Allein höhere Preise retten die Bilanz etwas.
Leeres Restaurant
Umsatzrückgänge
Umsatzrückgänge

Gastgewerbe in Brandenburg: „Die Leute halten ihr Geld zusammen“

Gestiegene Kosten und Umsatzrückgänge belasten aktuell das Gastgewerbe. Laut dem Dehoga in Brandenburg sparen die Menschen besonders bei Hotelaufenthalten und Restaurantbesuchen. Hoffnung auf Entlastung machen ein paar Wahlprogramme. 
Dirk Ellinger, Hauptgeschäftsführer DEHOGA Thüringen
Erwartungen
Erwartungen

Thüringen hofft auf viele Touristen

Leicht wird es wahrscheinlich nicht – aber mit einigen Anpassungen kann das Jahr 2025 ein erfolgreiches für die Gastronomie und Hotellerie in dem mitteldeutschen Bundesland werden. Der Dehoga Thüringen zeigt sich optimistisch. 
Gastronom arbeitet am Laptop
Ratgeber
Ratgeber

E-Rechnungspflicht ab 2025: Was Hotels und Restaurants wissen müssen

Ab 2025 wird die E-Rechnung für inländische B2B-Umsätze Pflicht. Auch Hotels und Restaurants müssen dann elektronische Rechnungen empfangen und verarbeiten können. Was Unternehmen jetzt noch machen können, um zum Jahreswechsel fit für die E-Rechnung zu sein.
Dr. Marcel Klinge
Gastwelt-Pakt
Gastwelt-Pakt

Denkfabrik fordert Schulterschluss der Gastwelt zur Bundestagswahl

Der Wahlkampf zur vorgezogenen Bundestagswahl wird intensiv, aber auch kurz und von großen Krisenthemen geprägt sein – das befürchtet die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG). Sie fordert deshalb einen „Gastwelt-Pakt“, um mit einer gemeinsamen Strategie Branchenthemen erfolgreich zu platzieren. 
Bild Bezahlsituation
Geringe Transaktionskosten
Anzeige
Geringe Transaktionskosten

girocard lohnt sich für die Gastronomie

„Mit Karte, bitte!“ – mit diesem Satz endet häufig ein Besuch in der Gastronomie. Damit bei zunehmender Kartenzahlung die Transaktionskosten möglichst gering bleiben, lohnt es sich, auf die girocard zu setzen. Diese zahlt sich für Gastronomen mit ihren niedrigen Entgelten, ihrer Zahlungsgarantie und einer großen Verbreitung in den Portemonnaies hierzulande aus.
Bezahlung im Restaurant
Umsatzzuwächse
Umsatzzuwächse

Guter August für das bayerische Gastgewerbe

Der Ferienmonat August bescherte den bayerischen Wirten und Hoteliers erfreuliche Umsatzzuwächse. Für das laufende Jahr sieht das Bild jedoch nicht ganz so positiv aus.