Informationsaustausch

Branchenvertreter warnen vor Personalmangel

Vertreter der deutschsprachigen Hotellerie- und Gastronomieverbände auf einem Gruppenfoto
Die Vertreter der deutschsprachigen Hotellerie- und Gastronomieverbände beim diesjährigen Treffen. (© obs/GastroSuisse)
Jahrestreffen der deutschsprachigen Hotellerie- und Gastronomieverbände in Luxemburg. Österreichs jüngste Arbeitszeitflexibilisierung wird international von der Branche begrüßt.
Freitag, 22.06.2018, 08:59 Uhr, Autor: Clemens Kriegelstein

Auf Einladung des luxemburgischen Hotel- und Gastronomieverbandes HORESCA trafen sich die Spitzenvertreter der deutschsprachigen Hotellerie- und Gastronomieverbände dieser Tage in Luxemburg zu ihrem jährlichen Austausch.

Im Mittelpunkt des Jahrestreffens stand der Informationsaustausch über die aktuellen Entwicklungen im Gastgewerbe. Vor dem Hintergrund des aktuellen Fachkräftemangels standen die jeweils geltenden Arbeitszeitbestimmungen im Mittelpunkt der Beratungen. Auch im Sinne der Mitarbeitenden fordern die Verbände mehr Flexibilität bei der Arbeitszeitgestaltung. Als personalintensive Branche hat das Gastgewerbe in den letzten Jahren viele zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen und sieht sich nun auch angesichts des demografischen Wandels mit der Herausforderung konfrontiert, diese Stellen zu besetzen. Die deutschsprachigen Hotellerie- und Gastronomieverbände nehmen daher mit großer Zustimmung zur Kenntnis, dass Österreich aktuell eine neue, flexiblere Gesetzgebung zur Arbeitszeitregulierung auf den Weg gebracht hat. Hier sollen ja künftig auch 12-Stunden-Arbeitstage bei Bedarf möglich sein.

Mit Blick auf die hohe Arbeitsintensität in der Branche erwarten die Verbände konsequenten Bürokratieabbau und warnen zugleich vor rechtsfreien Zonen in der „Sharing Economy“. Gleiche Rahmenbedingungen für alle muss die Devise sein. Deshalb wird auch die Registrierungspflicht für Vermieter in Berlin von den anderen Verbänden begrüßt.

Zu den deutschsprachigen Hotel- und Gastronomieverbänden gehören Vertreter aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Luxemburg, Südtirol und der Schweiz. (CK)

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Der Spitzenkandidat der CDU, Friedrich Merz, steht im Bundestag am Rednerpult und gestikuliert mit seinen Armen
Wahlprogramm
Wahlprogramm

CDU/CSU-Wahlprogramm 2025: Auswirkungen auf die Gastronomie und Hotellerie

Was bringt die Bundestagswahl 2025 für die Hotellerie und Gastronomie? Die CDU/CSU setzt auf Entlastungen und weniger Bürokratie – doch welche Folgen hat das konkret?
Leeres, abgedunkeltes Restaurant mit dunklen Holzmöbeln und einem Gasttisch auf dem eine rote Wahlurne steht. Es wird ein Stimmzettel eingeworfen. Auf dem Stimmzettel ist der Schriftzug der SPD zu lesen, darunter das ausgefüllte Wahlkreuz.
Wahlprogramm
Wahlprogramm

SPD-Wahlprogramm 2025: Welche Auswirkungen hat ein Wahlsieg auf die Gastronomie und Hotellerie?

Am kommenden Sonntag steht die Bundestagswahl 2025 an. Besonders das Wahlprogramm der SPD, die als eine der stärksten Parteien ins Rennen geht, enthält einige Maßnahmen, die das Gastgewerbe beeinflussen könnten. Doch was würde ein SPD-Wahlsieg für Restaurants, Cafés und Hotels in Deutschland bedeuten?
Leere Restaurantterrasse am Strand mit durchgestrichener Europa-Flagge
Wahlprogramm
Wahlprogramm

Bundestagswahl 2025: Welche Folgen hätte ein AfD-Wahlsieg für die Gastronomie?

Welche wirtschaftlichen und strukturellen Veränderungen ein Wahlsieg der AfD für die Gastronomie und Hotellerie in Deutschland mit sich bringen könnte – Potenzielle Chancen, gravierende Risiken und langfristige Auswirkungen auf Restaurants, Hotels und den gesamten Tourismussektor.
Überbrückungshilfe
Aktionsbündnis Tourismusvielfalt
Aktionsbündnis Tourismusvielfalt

„Staatliche Unterstützung auf den letzten Metern nicht verwehren!“

In einem offenen Brief an Bundesminister Peter Altmaier und Olaf Scholz appelliert das Aktionsbündnis Tourismusvielfalt (ATV), die staatlichen Überbrückungshilfen mindestens bis zum Jahresende zu verlängern.
Steigenberger Hotel in Bad Neuenahr
Entwicklung
Entwicklung

Ahrtal: Veränderungen und Neuanfänge

Vor fast vier Jahren kam es zur Katastrophe in der beliebten Touristenregion. Während inzwischen ein Großteil der Hotellerie und Gastronomie wieder eröffnet wurde, ist der Wiederaufbau noch lange nicht abgeschlossen – besonders im Bereich der Infrastruktur.
Dr. Marcel Klinge
Beschluss
Beschluss

DZG begrüßt Einigung zur Schuldenbremse

Am Dienstag hat sich die Koalitionsspitze auf die Schaffung eines Sondervermögens geeinigt. Der Thinktank Denkfabrik Zukunft der Gastwelt bewertet den Schritt als sehr positiv und sieht das Bündnis CDU/CSU und SPD auf dem richtigen Weg.
Dirk Ellinger, Hauptgeschäftsführer DEHOGA Thüringen
Erwartungen
Erwartungen

Thüringen hofft auf viele Touristen

Leicht wird es wahrscheinlich nicht – aber mit einigen Anpassungen kann das Jahr 2025 ein erfolgreiches für die Gastronomie und Hotellerie in dem mitteldeutschen Bundesland werden. Der Dehoga Thüringen zeigt sich optimistisch. 
Dr. Marcel Klinge
Gastwelt-Pakt
Gastwelt-Pakt

Denkfabrik fordert Schulterschluss der Gastwelt zur Bundestagswahl

Der Wahlkampf zur vorgezogenen Bundestagswahl wird intensiv, aber auch kurz und von großen Krisenthemen geprägt sein – das befürchtet die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG). Sie fordert deshalb einen „Gastwelt-Pakt“, um mit einer gemeinsamen Strategie Branchenthemen erfolgreich zu platzieren. 
Junge Touristin in München
Entwicklung
Entwicklung

München bleibt Tourismus-Magnet

Das Bayerische Landesamt für Statistik hat Zahlen zur Tourismus-Entwicklung im August dieses Jahres bekanntgegeben. Demnach hat die süddeutsche Metropole einen Zuwachs von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat erzielt. Auch im restlichen Bundesland sind die Übernachtungszahlen deutlich gestiegen.